Der erste Longplayer ist mittlerweile schon ein Klassiker und die zweite Auflage war lange vergriffen. Wegen der hohen Nachfrage nun also die dritte Auflage mit exklusiver Aussstattung. Euch erwartet: angepisster, räudiger Hardcore-Punk mit politischer Ausrichtung. Die Wurzeln liegen dabei deutlich im deutschen Politpunk der 80er-Jahre. Bierschinken: "Endlich ein Longplayer von F*cking Angry und dieser kann sich wirklich sehen lassen. Kein einziges schlechtes Lied, nur Knaller-Songs." AwayFromLife: "‚DANCING IN THE STREETS‘ ist wohl eines der besten deutschen Hardcore-Punk Alben der letzten Jahre und wird die nächsten Monate sicher einiges an Aufmerksamkeit nach sich ziehen." Plastic Bomb: "Wenn ich mir die 12 wütenden Songs anhören, bin ich begeistert. Das ist das Beste, was politischer Punk in Deutschland zur Zeit zu bieten hat!" Ausstattung: 180g Splatter Vinyl, schwarze und gepolsterte Innenhülle, Cover Inside Out, Lyrics auf Recyclekarton mit Downloadcode, Handnummeriert
Elektropunx aufgepasst, hier kommt das neue KEM TRAIL Album! Auf „Acht Cola Acht Bit / Sachbeschädigung“ bedient sich der Hamburger Multifunktionspunk erneut der Klangästhetik klassischer Videospielsounds der späten 80er und frühen 90er Jahre, liebevoll durch den Punk-Fleischwolf gedreht und mit billigster DIY Technik auf Rotz-Niveau serviert. Auf der „Sachbeschädigung“ Plattenseite gibt es acht brandneue 8-Bit/Elektropunk Smasher zu hören, in denen natürlich zu Recht mal wieder die herrschenden Zustände kritisiert werden („Alles ist so scheiße, zum Beispiel das System“). Es wird reichlich Gift und Galle gegen Adel, Klerus und NS-Profiteure gespuckt, während Kult-Fernsehmoderator Michael Thürnau („Bingo! – Die Umweltlotterie“) hingegen überraschend gut wegkommt. Auf der „Acht Cola Acht Bit“ Seite gibt es dann nochmal die sieben Fast-Schon-Klassiker vom 2022er Tape frisch aufgewärmt – endlich gibt es den nachdenklichen Nintendopunk Hit „Sauf Dich Voll“ jetzt auch auf Vinyl! Limitiert auf 300 Stück, schwarzes Vinyl, Textblatt, alles derbe geil!
Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausrasten! Mit ihrer neuen Platte „The Power of Now“ heben THE DEAD END KIDS die Messlatte für energiegeladenen Punkrock auf ein neues Level. Unbändig, mitreisend und voller Entschlossenheit nehmen Caro, Charlie und Fatima ihre Hörer*innen mit auf eine wilde Achterbahnfahrt durch den Zeitgeist. Egal ob Millennials in der Krise, Z-Promis im Trash TV, missglückte Datingversuche im Fitnessstudio, dem Empfinden, sich aus einer gescheiterten Beziehung nicht lösen zu können oder der Abschied eines geliebten Menschen, die vielseitigen Kids finden für jedes Gefühl und jeden Moment die richtigen Worte und die passende Tonlage, um die jeweilige Stimmung, zu unterstreichen. Jeder Song gleicht einer Explosion aus dynamischen Gitarrenriffs, treibenden Schlagzeugrhythmen und Texten, die von den Dramen und Triumphen des Alltags erzählen. Und seien wir ehrlich: keine Punkband hat so schöne Gitarrensoli wie das Trio Infernale. Aufgenommen wurde „The Power of Now“ von Thies Neu und Rodrigo Gonzalez in der Tonbrauerei in Berlin, das Mastering hat Andi Jung übernommen. Ihr möchtet auch den Moment ergreifen und pures Glück erfahren? Dann schließt die Augen, legt die Hände auf diesen Tonträger und spürt die Kraft des Hier und Jetzt!
BRIEFBOMBE, die einzig wahre Postpunk Band ist zurück! Auf AUSGELIEFERT gibt es 13 neue Fastcore Hits zu den Themen Post- und Paketdienstleistungen, inklusive einer schonungslosen Abrechnung mit dem kleinbürgerlichsten aller Hobbies, der Philatelie. Ich mein, Briefmarken sammeln, ernsthaft? Was für eine scheißlangweilige Beschäftigung. Ihr habt ja wohl keine echten Probleme! Auch Versanddienstleister Hermes kriegt eine ordentliche Schelle Religionskritik ab: „In der Antike waren sie dumm / Sie folgten deiner Religion / Briefbombe sind sehr gescheit / Und kritisieren Lohnarbeit“. Dank des eine Viertelstunde langen Noisetracks auf der B-Seite kommt die Platte auf satte 25 Spielminuten, da kannste nicht meckern, das ist ordentlich Rock für nen schmalen Taler. RilRec und Spastic Fantastic Records präsentieren dieses Ausnahme-Album voller Stolz auf 350 schwarzen und 150 neon orangenen LPs. Empfohlen für Fans von THE BRIEFS, POST REGIMENT und generell alle, die auf ehrlichen mail-fronted Hardcore stehen.
EP (7 inch), UPS BraunIst das noch Postpunk oder ist das schon Deliverycore? Zehn neue rasante HC Punk Smasher zum Thema Post- und Paketdienstleistungen auf sieben Zoll UPS-braunem Vinyl! Mit Textblatt und alles! Irgendwo zwischen Hardcorepunk, Fastcore und Powerviolence mit durchgedrehten Texten. Anfang Januar 2026 rotzen Hamburgs finest BRIEFBOMBE uns hier schon eins der Alben des Jahres vor die Füße.
Auferstanden aus Urin und der Zukunft zugewandt führen die Trümmerratten Punk in ein neues, glorreiches Zeitalter, in dem Likör mit Farbstoff fließt und Wohlstand für alle herrscht. Der öffentliche Nahverkehr ist kostenlos und der Polizeiapparat liegt kaputt in der Ecke. No Future war gestern! Während die handelsübliche Ratte das sinkende Schiff verlässt, asseln die Trümmerratten lieber in Eppendorf herum und kacken den Anwohner:innen in die Golfschuhe. Stadtteile müssen abgewertet werden, damit Wohnraum für alle bezahlbar bleibt! Und auch sonst gibt es viel zu tun für die Band aus Hamburg: Steine gegen Faschos und Bücher gegen Köpfe, denn für Anarchie braucht es Bildung. Kurz zum duschen unter den Wasserwerfer und dann weiter den Platz in einer Stadt voll Glas und Stahl und fancy Shoppingmalls beanspruchen, wenn sie nicht gerade mit dreifach gebrochener Nase in der Notaufnahme sitzen, wo ihnen die Röntgenaufnahmen wegen „Sparmaßnahmen“ verweigert werden. Texte aus dem Leben eben. Gegen Deutschrock, den Fernsehgarten und die Yuppisierung der Innenstädte. Unterlegt mit Witz und Ironie pendeln die Trümmerratten zwischen spitz formulierter Kritik an den herrschenden Zuständen und mitgrölbaren Saufliedern und machen auch vor einem Werbejingle nicht halt (der/die geneigte Radiohörer:in wird es vielleicht erkannt haben, alle anderen sollten unbedingt mal „Detox Intox“ bei mixcloud.de auschecken!). Ob nun Saufband mit politischem Anspruch, oder Polit-Punk mit Hang zum Alkoholkonsum, „Anarchie und Bildung“ ist der Soundtrack für den Trümmer-Pogo, die Ratten-Revolte und den nächsten Sommer sowieso! Und wer die kreativste Erklärung für das Fehlen von Song Nummer 11 hat, bekommt beim nächsten Konzert vielleicht ein Freigetränk...
NONSTOP STEREO ist der legitime Nachfolger einer der wohl bekanntesten und beliebtesten Punkrockkombos im deutschsprachigen Raum. Frank Ludes, Kopf der aufgelösten BASH!, hat drei begnadete Musiker um sich gescharrt, um seine großartigen Ideen auch weiterhin mit seinem charakteristischen Gesang der Öffentlichkeit offenbaren zu können. UNDERDOG: So ist NONSTOP STEREO auch eine persönliche Einladung für bekannte Freidenker, die in James-Bond-Manier jede gefährliche Situation souverän meistern und dabei noch cool aussehen. Rock'n'Roll in Rheinkultur mit ausgestrecktem Mittelfinger und Herz für die Helden des Alltags MOLOKO PLUS: Geradliniger melodischer Deutsch Punkrock mit einer leicht kratziger Stimme, die dem Hörer wunderbar intelligente, witzige und gleichzeitig selbstironische Texte ins Ohr singt. 16 Songs sind auf der CD zu finden und ein Hidden Dreck, der die Pups- und Rülpslaune der Band lustigst untermalt. Ein wirklich richtig gelungenes Debutalbum der vier Jungs. Ein Hammer, der ununterbrochen in meinem CD Player läuft und läuft und läuft...!
Das sagen die Bands: "Wir als Proberaumbands möchten der Roten Flora etwas zurückgeben. Da jegliche kulturellen und politischen Veranstaltungen und der damit einhergehende Freiraum in Eigenregie betrieben und in Stand gehalten wird, fallen Kosten an, die ohne jegliche staatliche Gelder oder Sponsorings gedeckelt werden müssen. Deshalb haben wir uns für diesen Sampler zusammen getan, von dem 100 % des Gewinns an die Rote Flora gehen. Gerade in Zeiten ernormen Proberaummangels ist es uns umso bewusster, wie wichtig dieser Ort ist. Wir aus dem Keller geben euch einen Einblick in die musikalische Vielfalt des Hauses. Viel Spaß damit und danke für euren Support.“
The Kids are back in town! Drei Jahre sind seit „Kommando Glitzer“ vergangen und diese Zeit haben die Glitzerkids genutzt, um die Menschen von ihrer unbändigen Live-Power zu überzeugen. Zwischen Auftritten in kleinen Clubs oder vor 60.000 Zuschauer:innen als Tour-Support von Die Ärzte, haben THE DEAD END KIDS glücklicherweise der Prokrastination eine lange Nase gezeigt und auch noch Zeit gefunden, ins Studio zu gehen und ihr drittes Album einzuspielen. „Heiß & Dreckig“ heißt es. Der Name ist Programm, die Hitfabrik läuft auf Hochtouren und spuckt mindestens 14 gute Gründe aus, sich auf die Platte zu freuen! Die Band hat auf ihrem neuen Longplayer nochmal von allem eine Schippe drauf gelegt: mehr Energie, mehr coole Gitarrenriffs, mehr druckvolle Drumfills und vor allem mehr klare Ansagen! Es geht um Grenzen, die zu respektieren sind, um Machtmissbrauch, Bullshit-Jobs und den alltäglichen digitalen Wahn. Der Sound dazu dynamisch, temporeich und immer nach vorne, vom ersten schiefen Handyklingeln in „Influenza“ bis zum Ausklingen der Gitarre beim finalen Cover von „Frieda und die Bomben“. Und wem das alles immer noch nicht genug ist, kriegt als Sahnehäubchen noch großen Rätselspaß oben drauf! Wir finden: ein rundum gelungenes Musikerlebnis!
Debutalbum der Hamburger Band Surreal Fatal! Rilrec und Rookie Records haben es schon wieder getan: Für deren drittes gemeinsames Release haben sich die zwei Hamburger Labels mit SURREAL FATAL zusammengefunden. Die vier Hamburger*innen, waren bzw. sind bisher in Bands wie Oma Oklahoma, Miley Silence, Rückbau West, Bad Affair und Tankstelle aktiv. Im Sommer 2023 waren SURREAL FATAL dann bei Hauke Albrecht im Studio Altona und bei Finna und Saskia Lavaux im Tonstudio Waltraud und haben ihr Debutalbum FUGE aufgenommen. Passend zum Releasedatum wird es am 15.11.2024 eine Release-Show und Party auf der STUBNITZ in Hamburg geben! SURREAL FATAL ist irgendwo weit unten. Und irgendwie weit oben. Zwischen Dystopie und Utopie. Zwischen Melancholie und Euphorie. Zwischen Punk und Hardcore, zwischen Postpunk und Indie. Es ist persönlich. Und politisch. Das ist SURREAL. Das ist FATAL.
Die Notgemeinschaft (Peter Pan) gründete sich 2009 als solche, um 4-Akkorde Punk zu spielen. Dem ersten Auftritt nach acht Wochen auf einer WG-Party mit vier Songs folgte ihr Debütkonzert mit Oiro im Jolly Roger. Darauf hin machten sie sich schnell einen Namen in der hiesigen Szene, bekamen ein eigenes Genre zugesprochen (Heulsusen-Pogo-Punk) und spielten diverse Konzerte.
Die LP kommt mit 13 Songs mit einer Spiellänge von 31:10 min. Das Ganze auf 180g Vinyl mit schicker Inside Out Hülle aus schwerem Karton.Als besonderes Bonbon gibt es 16 x A6-Karten mit Texten etc. die zusammen eine Collage ergeben. Eingepackt sind die 16 Karten in eine bedruckte Papiertasche. Wirklich sehr schick! Einen Download Code gibt es natürlich auch noch.
Das zweite Album ist das schwierigste, sagt man. All die Erwartungen, die darauf liegen. War das Debüt ein Erfolg, so steht man vor der Wahl, auf Nummer sicher zu gehen, einfach eine Kopie einzuspielen und vielleicht für immer in den endlosen Weiten der Belanglosigkeit zu verschwinden oder man entscheidet sich für die riskante Variante und irritiert die geneigte Zuhörer*Innenschaft mit avantgardistischen Zwölfton-Experimenten für Mellotron und Olifant. Zum Glück ist „Warum haust du dich selbst“ bereits der dritte Longplayer der LOSER YOUTH, also kann man einfach mal ausprobieren und auf die Meinung anderer scheißen, künstlerisch frei und so. Wir dürfen gespannt sein, was die drei Hamburger uns auf ihrem neuen Machwerk kredenzen: ist es ein Konzeptalbum mit lang ausgehaltenen Harmonien und Strukturen und dem signifikanten Halbtonschritt von Fis zu F als maßgebendem Charakteristikum? Überrascht Pauli mit einem Schalmeisolo, basierend auf der phrygisch-dominanten Tonleiter? Gibt Stefan ein zwanzigminütiges, sozialkritisches Schlagzeugintermezzo im dreizehnzwölftel Takt zum Besten? Erschaffen sie gar einen völlig neuen harmonisch-gewagten Klangkosmos mit ambitioniert-ätherischen Akkordfolgen wie Am-Em-C-F13b9xyUngelöst? Hierzu der knappe Kommentar von Gitarrist und Sänger Thommy: „Ich persönlich halte nicht viel von Streichern und solchem Schnickschnack. Ich war nie besonders angetan von diesem Pop-Opern-Zeug. Mir gefallen Drei-Minuten-Aufnahmen, so kurz wie Werbespots.“ Vielleicht hat das aber auch John Lennon gesagt, wer weiß das schon. Fakt ist, die LOSER YOUTH ist zwar älter aber nicht leiser geworden, sie pfeifen weiterhin auf die Leistungsgesellschaft, das Arbeitsamt und Deutschland und zeigen auf, was hier falsch läuft und nicht mit dem mahnenden Zeige-, sondern dem ausgestreckten Mittelfinger. Also, keine Sorge, „Warum haust du dich selbst“ ist keine Musikjournalistenwichsvorlage, sondern ein weiterer (musikalischer) Schlag in die hässliche Fresse der Gesellschaft. In diesem Sinne: über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen. Hört selbst!
Die Grundparameter sind klar und wecken eindeutige Assoziationen: Hamburg. Punkrock. Deutsche Texte. Kapot reihen sich in die lange ruhmreiche Liste ein und sind trotzdem anders als die meisten anderen. Gegründet 2014, seit 2015 live aktiv und jetzt mit einer knackigen 10-Track-LP ausgestattet. DIY Hardcore-Punk mit kurzen, knappen, direkten, manchmal plakativen, aber nie doofen politischen Texten auf der Höhe der Zeit. Wenn alles immer beschissener wird und die Welt in Schockstarre verharrt, bleibt immer noch der erhobene Mittelfinger und das entschiedene Dagegensein. Zwischen Melodie und Härte, zwischen eingängigen melodisch-prägnanten Punk-Songs und gelegentlichen Hardcore-Wutausbrüchen mit Angepisstheit und kämpferischer Genervtheit. Punkrock in seiner ureigensten Form kann so wunderbar simpel sein - roh, schnell und powervoll. Stellenweise mit einem unverkennbaren Old-School-Touch, aber lebendig wie eh und je. Kapot sind außerdem noch bei Braindead, Brutale Gruppe 5000 und Loser Youth aktiv und passen hervorragend zu aktuellen Bands wie Schwach, Krank oder den Kaput Krauts.LP erscheint mit schönem Artwork von Angry Beard Design im 350g Cover mit Textinlay und Downloadcode.
Ein guter, körperreicher Wein sollte schon einige Jahre gereift sein, am besten in einem dunklen Sumpfeichenfass, das einmal im Monat bei Vollmond im Uhrzeigersinn um die eigene Achse gedreht wurde, nur so kann er seinen komplexen, kräftigen Geschmack entwickeln. Bier hingegen ist ein zeitloser Klassiker. Gut gekühlt und unkompliziert im Geschmack, in Flasche, Dose, oder – ganz verrückt- im Glas, passt es zu allem und jedem und sorgt bei verantwortungsvollem Genuß für gute Laune. Also fast genau so wie BASH! ! Fast 20 Jahre hat „Cheers & Beers“ schon auf dem Buckel und schmeckt immer noch nicht schal! Im Gegenteil, das 2002 erschienene Album hat ohne Übertreibung mittlerweile generationsübergreifende Liebhaber:innen gefunden und es werden nicht weniger und auch der Schlachtruf „We want BASH!“, welcher vor Auftritten der Krefelder Punk Band gerufen wurde ist, trotzdem es keine Live Aktivitäten mehr gibt und das bereits seit über 15 Jahren, offenbar noch nicht ganz verstummt. Eine Reunion steht leider außer Frage, aber „Cheers & Beers“ kommt als Neuauflage auf farbigem Vinyl und als hart limitierte Fanbox als 100. Release bei PLASTIC BOMB RECORDS und als rauchgraues Tape bei der RILREC PUNKROCKFAMILY. 21 Punk Rock Songs werden sowohl in deutsch als auch in sauschlechtem Englisch dargeboten, als wäre es gestern gewesen. Also gönnt euch nen 5$Haircut, zieht die Blue-Suede-Shoes an, haltets Maul und hört der Sologitarre beim sprechen zu!
Schwarze LP, Inside Out Druck Hätt ich dich heut erwartet, hätt ich Tür zu gemacht – Wenn alle Stricke reißen, macht’s wie Theilen: Niederbrennen Weitermachen Was nach DIY klingt, soll auch DIY sein. Die Punkband vom Niederrhein, deren Mit- und Ohneglieder ganz konstruktiv aus Düsseldorf UND Köln kommen, präsentieren in gewohnt destruktiver Manier ihr Debüt-Album Niederbrennen Weitermachen. Die Texte sind deutsch, das Weltuntergangsgefühl kennt keine Ländergrenzen. Aufgenommen und abgemischt wurde das Ganze im Sommer 2024 von Hütte (Fantom Studio Ost) in Hannover, der Stadt mit dem gewissen Nichts. Das Mastering übernahm Marvin vom Tide Studio in London. Auf der Platte geht es meist politisch zu, beispielsweise in der Debüt-Single Hadamar, die von der NS-Tötungsanstalt im gleichnamigen Ort handelt, oder der Fuck-Fast-Fashion-Hymne Rana Plaza. In Dorfmatratze wird gegen die Doppelmoral heteronormativer Vorstellungen davon angebrüllt, wer mit vielen Menschen schlafen darf und wer nicht (Spoiler: Frauen*), und worum es bei Kein Freund Kein Helfer geht, kann sich wohl jede/r vorstellen. Dass der Humor trotz allem noch nicht ganz verloren ist, zeigen Songs wie Autobahnkirche, Tür zu oder Brautstrauß. Ein veganes 8-Bit-Sahnehäubchen wurde auch versteckt, und zwar in Form eines „Tür zu“-Remixes von the one and only Kem Trail. Bei Bike Punx darf sogar gute Laune aufkommen, aber bitte nur kurz. Wer Bock auf eingängigen Punk mit ein bisschen Schnörkeln und Emo-Vibes hat, der ist bei Theilen richtig abgebogen. Benannt hat sich die Gruppe übrigens nach dem Edelweißpiraten und Antifaschisten Fritz Theilen, der seinem HJ-Jungzugführer in die Aktentasche gekackt hat und mehrfach der Gefangenschaft entkam, andererseits besticht der Bandname auf Social Media mit Raum für sehr viele schlechte Witze (Spitzenreiter: „Bitte Theilen“). Wer sie in sein AZ einlädt, erhält im Lieferumfang gute Musik und eine verlässliche und stubenreine Band, die ihr Trinkverhalten größtenteils im Griff hat und morgens auch mal die Fresse hält. Eine Person hat eine Erdnussallergie, aber alle hassen die AfD.
Schwierige Zeiten erfordern klare Worte und von denen finden sich auf „Against a wall“ mehr als genug. Die Angerboys kippen uns ihre gesamte Wut lautstark vor die Füße, kompromisslos, schnell und mit der Wucht einer Abrissbirne. Der Klimawandel existiert, auch wenn es viele Ewiggestrige nicht wahrhaben wollen, die Polizei ist dein Freund und Helfer, solange du nicht Muslim*in oder BIPoC bist und mit unseren Steuergeldern finanzieren wir Menschenrechtsverletzungen an Europas Außengrenzen. Wem das noch nicht genug Gründe sind über diese Welt abzukotzen, scheint ziemlich gutes Zeug zu nehmen. Um all den Zorn ein wenig erträglicher zu machen, sparen die vier aus Recklinghausen und Bochum nicht mit einer guten Prise (Galgen-)Humor und spitzer Ironie. Ein dreifaches Hurra für glückliche Eichhörnchen und danke für meine Arbeitsstelle. Bevor die Erde endgültig kapituliert und wir alle irre lachend in den von uns selbst geschaffenen Abgrund stürzen, solltet ihr unbedingt noch diese Platte hören!
Es gibt kein Miteinander ohne Rücksicht und sensibel sein hat noch niemandem geschadet. Das können wir so nur unterschreiben und freuen uns daher, euch unser neues Familienmitglied vorzustellen: KAPOT, Hardcorepunk aus Hamburg-City! Fünf Jahre nach ihrer letzten Platte „Alles geht kapot“ meldet sich die Band zurück mit ihrem neuen Album „Place to be“. Der Sound ist feinster oldschool Hardcore, schnell, energiegeladen, wütend. Die Inhalte politisch und brandaktuell. In knapp 26 Minuten Spielzeit macht die Band klar, was sie von angestaubten Punk-Klischees, mangelnder Selbstreflexion und dem Festhalten am Ewiggestrigen hält. Die Antwort sollte an dieser Stelle klar auf der Hand Hand liegen. Mackerhaftes, rücksichtsloses Verhalten auf Punkshows bekommt ebenso eine Absage, wie die hirnlos mitklatschenden Idiot*innen, die es schaffen ein einstiges Protestlied zu einem stumpfen Mitgrölschlager verkommen lassen. KAPOT positionieren sich klar antifaschistisch, antisexistisch, gegen Tierquälerei und die Ausbeutung durch den Kapitalismus. Das sympathische Quartett ist uns nicht gänzlich fremd, KAPOT Sänger Stefan trommelt sonst bei LOSER YOUTH und ist somit schon länger Teil der Rilrec-Familie. Die übrigen Bandmitglieder kennt die eine oder der andere eventuell bereits von OMA OKLAHOMA, BAD AFFAIR, BRAINDEAD oder ANTINATIONAL BASS CREW.
GET ADDICTED: Schon der Opener Dead Battery hat mehr Energie als eine ganze Duracell-Männchen-Armee. Auf Pardon Me, Sir trifft die Rauhbeinigkeit britischer Streetpunkbands auf eine Staffel Hellacopters und die Hymnenhaftigkeit von The Bones. The Kleins gelingt dabei nicht immer eine explosive Mischung, aber doch mehr Durchschlagskraft als man dem MSV Duisburg und den Fohlen zutrauen würde. Und zumindest die Zebras spielen in der Bundesliga. MUSIK ANSICH: Und dieses ist definitiv ein gelungenes Stück dreckige Rockmusik geworden. Eine Mischung die bestens funktioniert und die Band damit in die Nähe von Bands wie Social Distortion, Turbonegro, The Bones oder den Dead Kennedys rückt. Also schon mal nicht die schlechteste Nachbarschaft. Auf Pardon me, Sir! wird auf angenehmste Art und Weise geschrammelt bis zum Umfallen. Es gibt viel zum Mitgröhlen und die Rhythmen laden zum sanften mitpogen und wilden abrocken ein. Schweißperlen auf sämtlichen Körperstellen sind somit vorprogrammiert.
Die Hammerschlageffekt EP als 7inch von Nonstop Stereo aus dem Jahre 2012, galt eine Weile als ausverkauft. Ein sagen wir mal Dachbodenfund, hat uns noch ein paar Exemplare in den Shop gespült. Wenn weg, dann weg, denn nach nur 12 Jahren, ist die 300er Auflage dann endgültig hinfort. 12 Jahre, um eine 300er Auflage abzuverkaufen, spiegelt die Erfolgsgeschichte der Band unverblümt wider. Nonstop Stereo, eine Band, die immer unter dem Radar geblieben ist, aber dennoch 15 Jahre lang hervorragende Live Qualitäten vorweisen konnte. Wollte nur kaum einer wissen! Heul doch! Die EP enthält 4 Songs, die ein sehr abwechslungsreiches Spektrum bieten, wofür Nonstop Stereo um Songwriter und Texter Frank Ludes auch stehen.