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Kettcar - Gute Laune ungerecht verteilt
Kettcar - Gute Laune ungerecht verteilt

Regulärer Preis: Ab 10,00 €
...But Alive - Bis jetzt ging alles gut - LP Reissue
...But Alive - Bis jetzt ging alles gut - LP Reissue
Tonträger: LP

 But Alive ist eine der wenigen Punkbands, denen es in den 90ern gelang, nicht ins Apolitische abzurutschen. Keine Politphrasen, keine MTV-Clownerien, die Systemkritik von ...But Alive blieb knallhart und präzise. Musikalisch setzen die Hamburger auf ihrem dritten Album "Bis jetzt ging alles gut..." (1997) vorwiegend auf griffigen Melodiepunk, zu dem sie dann Textzeilen bringen wie "Schreinemakers ist eine Quotenhure"(aus der Single "Ich möchte Ilona Christen die Brille von der Nase schlagen"). ...But Alive hassen den Zustand allwissender Coolness, der jegliche Gedanken an Revolte als abgesessene Peinlichkeit begreift. Und dies tun sie nicht mit dem Zeige-, sondern mit dem Mittelfinger. Produziert wurde das Album von Christian Mevs.

Regulärer Preis: 21,00 €
... But Alive - Für uns nicht - Vinyl Reissue
... But Alive - Für uns nicht - Vinyl Reissue

Der Soundtrack nicht nur einer Jugend. Die beiden ersten beiden ...but alive – Platten erscheinen am 21.03.2025 wieder. Das Warten hat ein Ende. 26 (in Worten: sechsundzwanzig) Jahre waren die ersten beiden ...but alive – Platten nicht mehr erhältlich. Am 21.03.2025 erscheinen beide endlich als Reissues auf Marcus Wiebuschs Label B.A. Records. Nach dem Erscheinen des ...but alive Debütalbums „Für uns nicht“ im Jahre 1993 war für viele politisch interessierte Musikhörer*innen die Welt nicht mehr dieselbe. Selten zuvor (wenn überhaupt) gelang es einer Band die politische Situation des Landes lyrisch so zu sezieren und zu kommentieren. Keine stumpfen Slogans, sondern trotz aller formulierter Kritik auch immer Soundtrack für den Kampf ums bessere Leben. Im Dagegensein vereint. Schnell erspielten sich die Hamburger um Sänger und Gitarrist Marcus (heute: kettcar) eine riesige Fangemeinde, die alle auf das 2. Album „Nicht zynisch werden?!“ warteten und nicht enttäuscht wurden. Weiter ging es mit messerscharfen, politischen Analysen und Gesellschaftsstudien, aber auch erste Storytelling-Songs fanden ihren Weg auf die Platte, mit der die Band ihren Ruf als beste deutschsprachige Punkband (okay, neben Slime vielleicht) manifestierte. Bei beiden Platten handelt es sich definitiv um Klassiker deutschsprachigen (Punk-) Rocks und wir freuen uns sehr, endlich unserem Kulturauftrag nachkommen zu dürfen und die beiden Meisterwerke am 21.03.2025 wieder erhältlich machen zu können.

Regulärer Preis: Ab 15,00 €
... But Alive - Nicht zynisch werden?! - Vinyl Reissue
... But Alive - Nicht zynisch werden?! - Vinyl Reissue

Der Soundtrack nicht nur einer Jugend. Die beiden ersten beiden ...but alive – Platten erscheinen am 21.03.2025 wieder. Das Warten hat ein Ende. 26 (in Worten: sechsundzwanzig) Jahre waren die ersten beiden ...but alive – Platten nicht mehr erhältlich. Am 21.03.2025 erscheinen beide endlich als Reissues auf Marcus Wiebuschs Label B.A. Records. Nach dem Erscheinen des ...but alive Debütalbums „Für uns nicht“ im Jahre 1993 war für viele politisch interessierte Musikhörer*innen die Welt nicht mehr dieselbe. Selten zuvor (wenn überhaupt) gelang es einer Band die politische Situation des Landes lyrisch so zu sezieren und zu kommentieren. Keine stumpfen Slogans, sondern trotz aller formulierter Kritik auch immer Soundtrack für den Kampf ums bessere Leben. Im Dagegensein vereint. Schnell erspielten sich die Hamburger um Sänger und Gitarrist Marcus (heute: kettcar) eine riesige Fangemeinde, die alle auf das 2. Album „Nicht zynisch werden?!“ warteten und nicht enttäuscht wurden. Weiter ging es mit messerscharfen, politischen Analysen und Gesellschaftsstudien, aber auch erste Storytelling-Songs fanden ihren Weg auf die Platte, mit der die Band ihren Ruf als beste deutschsprachige Punkband (okay, neben Slime vielleicht) manifestierte. Bei beiden Platten handelt es sich definitiv um Klassiker deutschsprachigen (Punk-) Rocks und wir freuen uns sehr, endlich unserem Kulturauftrag nachkommen zu dürfen und die beiden Meisterwerke am 21.03.2025 wieder erhältlich machen zu können.

Regulärer Preis: Ab 15,00 €
Rabatt
Kettcar - Vinyl Singles
Kettcar - Vinyl Singles

Einseitig bespielte Vinyl 7" auf BioVinyl in Gelb. Limitiert auf 1000 Stück, handnummeriert.

Verkaufspreis: Ab 5,00 € Regulärer Preis: 10,00 € (50% gespart)
VA  - Seenotrettung ist kein Verbrechen - Benefizcompilation zu Gunsten von Seapunks
VA - Seenotrettung ist kein Verbrechen - Benefizcompilation zu Gunsten von Seapunks

HUMANISMUS IST NICHT VERHANDELBAR Unter Schafen Records und Grand Hotel van Cleef präsentieren mit "Seenotrettung ist kein Verbrechen" eine große Benefiz-Compilation, deren kompletter Erlös an den Sea Punks e.V. gespendet wird, damit das neu gekaufte Seenotrettungsschiff SEA PUNK ONE im September auf erste Mission im Mittelmeer aufbrechen kann. Der Sea Punks e.V. wurde im Herbst 2019 von den Brüdern Benjamin, Raphael und Gerson gegründet. Sie streben nach einer Gesellschaft, in der Flüchtende willkommen geheißen und unterstützt werden. Eine Gesellschaft, in der diese Menschen als Teil der Gemeinschaft und nicht als Problem wahrgenommen werden. Eine Gesellschaft, die nicht dabei zusieht, wie Menschen sterben, weil sie auf ihrem Fluchtweg ignoriert, abgewiesen oder zurückgedrängt werden. Mit dem neu gekauften Schiff SEA PUNK I sollen die Menschenleben von Geflüchteten im Mittelmeer gerettet werden. Damit das Schiff im September wie geplant auf erste Mission gehen kann, fehlt Geld. Viel Geld. Einen Teil der Finanzierung möchten die unabhängigen Plattenfirmen Unter Schafen Records aus Köln und Grand Hotel van Cleef aus Hamburg leisten. Gemeinsam haben die beiden traditionsreichen Indie-Labels einen großen Benefiz-Sampler kompiliert, der über 20 Künstler*innen und Bands versammelt, die ihre Songs allesamt kostenfrei zur Verfügung gestellt haben. "Wir haben nichts als Respekt und Liebe und Hochachtung für Menschen übrig, die ihre Zeit zur Verfügung stellen und ihr Leben aufs Spiel setzen, um andere Menschen zu retten. Danke, dass ihr euch traut und das tut, was wir nicht machen", so Timo Löwenstein (Unter Schafen) und Rainer G. Ott (Grand Hotel van Cleef). "Verschenkt diesen Sampler, streamt ihn und verschenkt ihn dann nochmal. Es ist so einfach zu helfen. Auf das es bald die Sea Punk 2, die Sea Grufti 3 und die Sea HipHop 4 gibt. Oder noch besser: Dass wir diese Schiffe alle nicht mehr brauchen."

Regulärer Preis: Ab 20,00 €
... But Alive - Hallo Endorphin - Vinyl Reissue
... But Alive - Hallo Endorphin - Vinyl Reissue

Produziert, aufgenommen und abgemischt in den MOB-Studios/Hamburg  im Frühjahr 1999 von Swen Meyer und But Alive Besetzung Drums - Frank Tirado-Rosales Bass - Torben Meissner Gitarre - Hagen Van de Viven Gitarre und Gesang - Marcus Wiebusch Aus Westzeit Mai/1999: Hamburg aufgepasst: Dieses musikalische Amalgam aus Sterne, Tocotronic, EA 80, Boxhamsters, Extrabreit, Fehlfarben und Fischmob wird euch im Halse stecken bleiben. Mit "Hallo Endorphin" setzen sich diese Hanseaten, die schon seit 1992 mit intelligentem Punk bestechen, ein Denkmal. Schon auf den drei Vorgängeralben überzeugten sie mit gesundem, realitätsnahem Idealismus, ohne Phrasen und abseits aller politischen und gesellschaftlichen Extreme ("Hey , wir sind FDP-Punks , jetzt ist es raus"- Marcus ), was sie hier in jeder Zeile und mit jedem Song unterstreichen. Passagen wie "Meinst Du's wirklich ehrlich, oder tust Du nur als ob ? Ich tu nur so als ob, aber das mein ich ehrlich" oder "Klar, kannst Du Dich mal melden, halt nur nicht bei mir". Oder "Lass es alles , aber nicht beliebig werden" werden sowohl mit Pop, Punk und Rock als auch Elektronik-, Ska und HipHop- Einlagen gekreuzigt- fein abgeschmeckte Songs voller Energie, Variation und Emotion- halt pures Endorphin. Aus Broken Silence 6/99: Deutsche Bands, mal abgesehen von den heimatlichen Hiphop-Acts, deren Texte mal ausnahmsweise nicht in mehr-oder weniger platter, englischer Sprache sind, haben es oft nicht leicht. Die einen werden sie von der Musikpresse für total albern, gleich Teenie- kompatibel gleich Schrott abgestempelt. Andere macht man lächerlich, weil sich die Reime anhören wie aus dem Tagebuch eines frustrierten Soziologie-Studenten, der sich zum Ziel gesetzt hat, den gesamten Weltschmerz neu zu definieren. Oder der Verfasser versteckt die Aussage in einem Haufen von Metaphern, den nur er selbst noch kapiert. But Alive passen allerdings in keine dieser Kategorien. Denn diese Art von Texten habe ich bei einer deutschen Band noch nie gesehen. So klauen die vier Hamburger Textzeilen bei den Stereophonics, allerdings mit der Anmerkung "wir dürfen das". Und den Spruch "Über Musik zu schreiben ist wie zu Architektur zu tanzen" habe ich auch schonmal irgendwo gehört. Ansonsten haben die Texte genug eigenes und dazu die Fähigkeit, genau die fiesen und negativen Gedanken auszusprechen, die man ab und zu hat. Zynisch verarbeiten But Alive ihre Abneigung gegen oberflächlichen Party-Smalltalk, Musikjournalisten und Spießbürgerleben. Musikalisch distanzieren sich But Alive von ihrem früheren Punkrock-Geschrammel. Die Songs werden poppiger und melodiöser, hier und da sind auch elektronische Beats, Streicher und Bläser eingestreut. Erstaunlich ist die Wechselwirkung zwischen Texten und Musik: Wären die Stücke eher getragen, der Track "Oben auf dem Dach" ist hier eine Ausnahme, hätte das Album eine eher deprimierende Wirkung. Aber die hat es nicht, denn die Band hat es geschafft, die Grenze zwischen Melancholie und erdrückender Sentimentalität zu ziehen. Und melancholisch wirkt "Hallo Endorphin" meistens schon, wenn auch eher subtil. Vielleicht kann man das als Abrechnung mit der Spaßgeneration verstehen, die nicht unbedingt das Wunschpublikum von But Alive ausmachen. Aber die könnten wohl sowieso nichts mit dem Album anfangen. Wer also auf anspruchsvolle Texte Wert legt, wird mit "Hallo Endorphin" gut bedient sein.

Regulärer Preis: 21,00 €
Kettcar - ...und das geht so
Kettcar - ...und das geht so

Die schlechte Nachricht?Wir machen mal wieder eine Pause.Die gute Nachricht?Wir bringen eine Liveplatte raus.Die beste Nachricht?Wir gehen mit der Liveplatte noch einmal auf Tour.Etwas ausführlicher?Am 13. Oktober 2017 veröffentlichten wir nach mehrjähriger Bandpause mit „Ich vs. Wir“ unser - so sagen viele - bestes Album:"'Ich vs. Wir' ist eines der kraftvollsten und wichtigsten deutschen Alben des Jahres"- Spiegel.de„Eines der eindrucksvollsten Alben des Jahres“- Stern.deZu "Sommer '89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)" durften wir uns so einiges anhören. Von Daniel Gerhardt/Zeit: "Kettcar können aber nur einen Sound: schrumm, schrumm, schrumm", über "Kettcar kehren zurück, wenn die deutsche Popmusik sie am meisten braucht" (Fabian Soethof/Musikexpress) bis zu Juli Zeh: "Alle reden über Flüchtlinge. Kettcar auch. Ein Song wie gute Literatur."Egal. Wir können sagen, dass wir uns als Band wieder neu gefunden haben.Unzählige Kilometer und Konzerte später waren da aber noch weitere Songs, die raus mussten. Also erschien im März 2019 noch die 5-Song EP "Wir vs. Ich (Der süße Duft der Widersprüchlichkeit)".Wir sind mit den Bläsern Philip Sindy an Trompete & Flügelhorn, Sebastian Borkowski an Tenor Saxophon & Altflöte und Jason Liebert an der Posaune auf Tour gegangen. Wir hatten diese LED-Wände dabei, und auf & neben der Bühne so viel Freude zusammen, dass wir einige Konzerte der Bläser-Tour mitgeschnitten haben.Das Ergebnis erscheint digital und als Doppel-CD am 08.11.2019 und als 3fach-LP am 29.11.2019. Das Livealbum trägt den Namen "... und das geht so".21 Songs, durch alle fünf Alben, mal mit, mal ohne Bläser.Ein letztes Mal wollen wir das aber noch erleben und so gehen wir mit allem was wir haben (den Bläsern, den LED-Wänden, den Songs) auf Tour.

Regulärer Preis: Ab 12,50 €
kettcar - von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen
kettcar - von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen

Der 07. März 2005 war ein Montag, und davon kein gewöhnlicher. Anders als heutzutage, wo neue Musikveröffentlichungen offiziell immer ab Freitags das Licht der Welt erblicken, erschienen neue Platten noch Montags. Streaming war noch nicht erfunden, der Verkauf von Mp3-Dateien steckte vor allem hierzulande noch in ziemlich kleinen Schuhen, die sogenannte "Raubkopie" war en vogue, die CD das beliebteste Medium für den Konsum von Musik. Über 20 Jahre später alles gar nicht mehr so einfach nachzuvollziehen. Im Kosmos Grand Hotel van Cleef war dieser Montag so besonders, weil das zweite Kettcar-Album "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" erschien. Nicht nur war die Aufnahme, Produktion und Vermarktung bis dahin das finanziell größte Wagnis in der noch ziemlich jungen Geschichte von GHvC - nicht mal drei Jahre gab es das Label damals - sondern wahrscheinlich auch genau der Moment, an dem sich entscheiden sollte, ob diese Plattenfirma auf Dauer ihren Platz in der Welt finden würde, ob es da eine echte Zukunft gab. Thees Uhlmann beschreibt es im Pressetext, den er wenige Stunden vor Heiligabend 2004 einreicht, so: "Am Anfang glaubten circa 20 Leute an diese Band! Ich war Gott sei Dank dabei. Alles andere, auf die Band, wie auch das Label Grand Hotel van Cleef bezogen ist, mit Verlaub, Geschichte. 'Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen' schafft es, in unglaublicher Art und Weise, unser aller Leben an uns vorbei ziehen zu lassen, und das in all seinen Facetten." Warum wir das alles erzählen? 20 Jahre nach Veröffentlichung wird "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" von Kettcar für über 100.000 verkauften Einheiten mit Gold ausgezeichnet. Wie geil ist das denn? Am Anfang glaubten ca. 20 Leute an diese Band!Ich war Gott sei Dank dabei. Alles andere, auf die Band wie auch auf das Label „GRAND HOTEL VAN CLEEF!, bezogen, ist, mit Verlaub, Geschichte. “Die Musik, die Musik, die Musik“, fasste ich das im Kettcar Info zu „du und wieviel von deinen Freunden“ zusammen.Jetzt liegt das neue Kettcar Album „von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ vor mir und viel mehr als die letzten 2 Jahre oder Sachen, die man in einem kurzen Text, wie diesem hier benennen könnte, ziehen an mir vorbei. Das perfekte Medium um diese Sachen zu benennen ist eine Schallplatte. Kettcars „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ schafft es, in unglaublicher Art und Weise unser aller Leben an uns vorbei ziehen zu lassen und das in all seinen Facetten.Und es ist die Frage, seit wann man einen so unglaublich schönen Song wie „48 Stunden“ gehört hat. Sollen doch andere über schöne deutsche Songs reden - ich meine die Welt!Ein Song über die Wahrheit und Wahrhaftigkeit der Liebe und den Schmerz des Verlustes wird auf eine so unaufdringliche Art und Weise dargeboten und dadurch so groß, dass er uns fast den Atem nimmt. In genau in diesem Song, in der zweite Strophe, kippt die sanfte Stimme von Marcus Wiebusch ein einziges kleines mal über in eine raue, die genau diese ganze Magie ausmacht. Er singt „mach immer was dein Herz dir sagt und begrab es an der Biegung des Flusses(...) ich weiß genau, dein Herz ist gut.“ Manche Mensch suchen ihr ganzes Leben nach einem solchen Menschen und Regisseure würden sich einen Finger abschneiden, wenn sie einmal auf ein solches Bild kommen würden.Und wo wir gerade bei Texten sind: „Manche sagen es ist einfach. Ich sage es ist schwer, Du bist Audrey Hepburn und ich Balu der Bär.“ Sie finden mich sprachlos vor! Das selten, dann aber umso schöner! Vielleicht ist Kettcar die Antithese zu den „The“-Bands dieser Welt. Zum Glück heißt es ja auch nicht „The Franz Ferdinand“. Kettcar sind vielleicht nicht elegant und cool, aber wenn man da hingeht, wohin die Songs von Kettcar gehen, ist elegant und cool eh unglaublich weit weg. Kettcar beherrschen das, was immer weniger beherrschen oder beherrschen wollen. Kümmernde Songs, die aus sich selbst die Welt beschreiben. 150 Ideen stecken in diesem Kettcar Album. Marcus Wiebusch im Fahrstuhl mit Bill Gates und Karl Heinz Stockhausen, die Fahrt zu den Schwiegereltern in Spé, die zum norddeutschen Roadmovie wird, der von fundamentaler Sinnsuche handelt.Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen. Ich kann behaupten Freund zu sein mit den Menschen, die die schönste Musik machen, die man sich vorstellen. Ich bin so froh!Thees Uhlmann 16 Stunden vor Weihnachten 2004

Regulärer Preis: Ab 10,00 €
kettcar - Ich vs. Wir
kettcar - Ich vs. Wir

"Ich vs. Wir" erscheint in insgesamt 4 physischen Versionen: die CD Ltd. Edition kommt mit Digipak Stanzcover, die normale CD Version im Standard Digipak. Die Ltd. Edition Vinyl Version kommt im gestanzten Gatefold-Cover und großem LP-Booklet im Format 30x30cm. Die LP Standard Version in normaler Kastentasche mit Textblatt. Beide LP Versionen kommen jeweils mit Download-Code.

Regulärer Preis: Ab 10,00 €
kettcar - du und wieviel von deinen Freunden
kettcar - du und wieviel von deinen Freunden
Tonträger: LP + DL

Reimer Bustorff unterhält sich angestrengt, wild, auf einer halbwichtigen Party mit drei Menschen gleichzeitig.„Die Musik“, schreit er immer wieder. „Die Musik.“ Die Gegenargumente enthalten Wörter wie „aber... “ und „doch nicht mehr in diesen Zeiten...“, und Bustorff schreit weiter: „Die Musik! Die Musik! Ja, wenn das so ist, dann komm doch. Du und wieviel von deinen Freunden?“ Die Leute gehen weg und Bustorff steht da. Die fröhliche Faust. Sicher eine andere Welt in den Staub geschickt.Ich spul noch mal zurück, und es passiert mir noch einmalDas ist die Abwesenheit von Mode. Die Abwesenheit von Sexyness, die aber, anders als es die Werbewirtschaft und Brooklyn Bounce es geplant haben, eh in die eigenen Wände oder auf den Parkplatz gehört. Das ist Abwesenheit von dem, wovon Major Labels denken, dass sie damit Platten verkaufen könnten. Das ist „Du und wie viele von deinen Medien Partnern?“ - lachen hinter vorgehaltener Hand. „Kettcar“, das ist die erste Halbe Stunde von „Taxidriver“. Das ist das, was in 40 Jahren in einem irgendwie gearteten Digital-Museum hängen wird. Irgendwo in dem Raum neben T.S.S. und T.S.O.O.L. und irgendwas aus Anderem. Das ist kein von Bertelsmann angesprochenes Käufersegment. Das ist die Träne im Auge am letzten Spieltag der Saison, wenn die Mannschaft einläuft. „Kettcar“, das ist der Grosse, der dir zuhört und dann sagt: „Kannst du nichts machen. Kannst aber versuchen. Kann ich dir ein bisschen bei helfen.“ Da draußen ist eine Hoffnung. Der Name des betrunkenen Hundes neben der alten Dame sei „Kettcar“The Chronik. Aber ohne Doktor Dre jetztWenn „...but alive“ die Nachrichten waren (und wer kann noch 80% der Lieder von „...but alive“ hören ohne rot zu werden?), dann sind „Kettcar“ die Chronik. Die Aufzeichnungen von dem was passiert und passiert ist. An Dir, um Dich, mit denen. Die Aufzeichnungen von dem, was passiert, wenn du ein bisschen schlechter gelaunt bist, als die anderen. Von dem was passiert, wenn die Bauern in die Großstadt ziehen. Von dem was Dennis Becker of Tomte „Dispo gleich Disko.“ nennt.Der Tag an dem wir uns „we´re gonna live forever“ auf die Oberschenkel tätowieren“Mein Gott, Kettcar ist „Moonriver, wider than a mile“. „Und das Leben, das du kanntest, das leben war vorbei, würde sagen: alle glück gehabt,(...) das ist dein allerletzter Trost“, bei „wäre er echt “. Es ist „and nothing ever happens, nothing happens at all“. „Was man noch hat, aber trotzdem vermisst. (...) die Geschwindigkeit mit der du aufbrichst, als müsstest du dich beeilen und die Welt neu verteilen.“, bei „Jenseits der Bikinilinie“.Nach all den ganzen Jahren hat sich durch jahrelange Nähe und jahrelange Nächte eines der besten und schönsten Songschreiber Paare getroffen, die man bisher erleben durfte. Bustorff und Wiebusch schreiben zusammen, alleine, aber in einer funktionierenden, in sich greifenden Harmonie, die wärmt und zwängt. Dahin wo man manchmal hinmuss, auch wenn man nicht will.Sweet and Tender RockmusikEs gibt wenige Musiker, die besser werden mit den Jahren. Sehr wenige, jedenfalls von denen wir wissen. Kennen wir sie nicht, weil sie es nicht schaffen durchzuhalten, bis zu dem Punkt, an dem sie wissen, dass das, was sie machen, Bestand hat. Das es bleibt! Das eine Reise dort angekommen ist, wo man immer hin wollte.Das ist das Ende der Lehre. Ab jetzt Arbeit, ab arbeiten. Let there be Wiebusch. Und weg mit den Anzugspunks.Rocco Clein führte neulich eine Liste der zehn besten Debut Alben auf. Hier ist eine neue für die Liste. „ Du und wie viel von deinen Freunden“ (der Schreibfehler ist übrigens richtig. Prollig und gewaltbereit, sie wissen schon, das alte Hafen Ding)bombt sich so dermaßen in die Musiklandschaft. Musik, die schon da war, aber die noch gemacht werden musste. Jemand der sich traut, um das Wort „auserkoren“ zu vermeiden. Wie damals „ Meat is Murder“, wie damals die erste Weezer, wie „Definetly Maybe“. Andere Baustellen, aber wie differenziert man zwischen der Geilheit des Empire State Buildings und des Chile Hauses in Hamburg (ein Bild finden sie unter www.ghvc.de). Auch andere Mütter haben schöne Söhne, die sogar trinkfest sind. Auch andere schlechte Tage gehen zu Ende.Es ist eines der schönsten Alben, welches das heiße Viereck zwischen angestrengtem Durchhalten, inneren emotionalen Slums, der Schönheit des Tresens und der perfiden Genauigkeit der nächsten kommenden Katastrophe beschreibt.Diese Band ist mein zu Hause. Es ist eine gute Wohnung. Hier möchte ich bleiben. Ich möchte sie einladen. Hier ist noch viel aufzuräumen.

Varianten ab 10,00 €
Regulärer Preis: 24,00 €
kettcar - Fliegende Bauten (live)
kettcar - Fliegende Bauten (live)

Joe Strummer hat irgendwann in den 70ern mal gesagt, er möchte keine Liebeslieder mehr schreiben, weil zu diesem Thema bereits alles gesagt sei. Wer von Liebe singt, könne nur im Klischee enden.Leider konnte er „Nacht“ vom zweiten Kettcar-Album „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ nicht mehr hören, das drei Jahre nach seinem Tod erschienen ist. „Meine Welt aufgehoben und ich/ kann die Welt in drei Wörtern erklären/ wenn ich denn müsste … dort hinten wird’s hell“, singt Marcus Wiebusch da – und widerlegt mal eben den Clash-Sänger.Noch mal knapp fünf Jahre später erscheint „Nacht“ ein zweites Mal, auf der Live-CD „Fliegende Bauten“. Und dieses Mal spielen sogar die Geigen mit voller Breitseite dazu. Doch mit Kitsch und Klischee hat das immer noch nichts zu tun.Livealben machen Bands in der Regel, um in der langen Zeit zwischen zwei Studioplatten noch ein paar Euro zu verdienen. Kettcar waren sich dafür immer zu schade, obwohl es Anlässe genug gegeben hätte: Festivalauftritte irgendwo im Süden etwa, als der Fanchor bei „Landungsbrücken raus“ sechzehneinhalbmal so laut war wie die Band selbst. Oder der ausverkaufte Tourmarathon zur Veröffentlichung von „Sylt“ – in zehn Tagen durch sieben verschiedene Clubs ihrer Heimatstadt Hamburg.Es musste erst etwas ganz besonderes passieren, bis Kettcar weich wurden: Im Rahmen des Sommerfestivals spielten sie ein Sonnenaufgangskonzert in der großen Halle des Hamburger Kulturzentrums Kampnagel. Für diesen Anlass schrieben sie gemeinsam mit Michael Hagel neue Arrangements, um die bekannten Kettcar-Songs mit akustischen Instrumenten und einem Streicherquartett zu geben. Auf der vor kurzem erschienenen DVD „Live auf Kampnagel – 5:43“ ist der magische Moment festgehalten, in dem das riesige Tor hinter der Bühne aufgeschoben wird und die Morgensonne das Bühnenlicht überflüssig werden lässt. Doch der neue Blick auf die alten Songs war viel zu gut, um ihn einmalig sein zu lassen. Im November 2009 gingen Kettcar zusammen mit dem Streicherquartett auf eine Tour jenseits der üblichen Rockschuppen. An sechs Abenden spielten sie in Kirchen, bestuhlten Konzerthäusern – und eben auch in dem wunderschönen Hamburger Kulturzelt Fliegende Bauten. So ist „Fliegende Bauten“ eben nicht eines dieser verkappten Best-of-Alben mit Jubelgeschrei der Fans. Die Songs sind wohlvertraut, doch es gibt an ihnen jetzt vieles zu entdecken, was man vorher noch nicht wahrgenommen hat. Vor allem sind es die trotz ihrer Einfachheit so intelligenten und entlarvenden Texte von Marcus Wiebusch, die durch die Arrangements mit neuen Akzentuierungen freigelegt werden und stärker in den Vordergrund treten.Da gibt es plötzlich nicht mehr den Hauch einer Chance auf Ablenkung, wenn sich bei „Fake for real“ ein Herz inmitten einer Welt der neoliberalen Zumutungen zusammenkrampft. Kettcar holen „Hauptsache glauben“ in ihr Set zurück, und man könnte meinen, Wiebusch hätte damals schon vorausgesehen, wie sich in den Jahren danach scheinbar unumstößliche Wahrheiten verabschieden. Und wer hätte gedacht, dass man den Trennungsschmerz vom „Balkon gegenüber“ noch intensivieren kann?Und dann ist da „Nacht“. Hätte Joe Strummer diese Aufnahme noch hören können, er hätte Tränen in den Augen gehabt. Und das ganz bestimmt nicht, weil er vor mehr als 30 Jahren einfach falsch lag.

Regulärer Preis: 24,00 €
Kettcar - Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)
Kettcar - Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)

Wie viele Seiten hat eine Medaille? Wie oft muss man die Perspektive wechseln, um die Dinge klarer zu sehen? Und wer war eigentlich zuerst da: Das private Ei oder die politische Henne? Mit „Ich vs. Wir“ haben Kettcar im Sommer 2017 ein Standardwerk in Sachen „Musik zur Zeit“ veröffentlicht. Ein Album, das gleichzeitig Bestandsaufnahme und Vision war. Das sich klar positionierte und laut Nein sagte zu der Art und Weise, wie derzeit viel zu viele (Un-)Menschen Gesellschaft definieren. Und das einer zweifelnden Band, die ziemlich nahe am Abgrund taumelte, erst einen Fallschirm zuwarf und sie dann nach vorne schubste: Auf jetzt, da geht noch was!Eineinhalb Jahre später gibt es nun fünf neue Songs von Kettcar, die sinnigerweise mit „Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)“ betitelt sind. Fünf Songs, die sich denselben Themen – Leben, Kapitalismus, der ganze Rest – widmen, dafür aber den Fokus ändern, ordentlich am Zoom drehen und von Makro auf Mikro umstellen. Um es gleich klarzustellen: Diese EP ist keine Fortsetzung, kein Weiterdreh, und auch kein Überbleibsel. Die fünf Songs sind frisch und neu, keine alten Skizzen oder verworfenen Ideen. „Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)“ ist eher ein Komplementärwerk, das den Vorgänger ergänzt und neue Bedeutungsebenen aufmacht, aber auch gut und gerne für sich alleine steht. Dass sich der Blickwinkel nun ändert und mehr die Rolle des Einzelnen beleuchtet, hat mit einem etwaigen „Rückzug ins Private“ allerdings gar nichts zu tun. Diese Frage ist für Kettcar längst beantwortet: Das Private ist natürlich immer auch politisch.Dass Kettcar ihre Fähigkeiten als Storyteller im Laufe der Jahre immer weiter verbessert und verfeinert haben, zeigt gleich der Eröffnungssong „Palo Alto“, in dem die unterschiedlichsten Digitalisierungsverlierer in einem Waschsalon versammelt werden: Ein Kulturjournalist, ein Pornosternchen, ein Plattenhändler und ein Bankangestellter nehmen ihre Plätze ein auf der Liste der aussterbenden Berufsarten. Überall abgemeldet, nur nicht beim Jobcenter. War früher alles besser? Für die vier wahrscheinlich schon. Wobei die Frage ist, was einem übrig bleibt: Nach Kalifornien ins Mekka der IT-Industrie fahren und den ganzen Laden in die Luft sprengen? Oder die Waffe nach innen, auf sich selbst richten, und die blutige Stille genießen, wenn die Erde aufhört sich zu drehen? Der Referenzbogen, den Kettcar hier schlagen, reicht von Vernon Subutex über Gina Wild bis zu Herrn Kaiser, dem Werbemaskottchen der Hamburg-Mannheimer – das muss man auch erstmal hinbekommen, ohne in Kitsch oder Albernheiten zu versinken.„Scheine in den Graben“ verhandelt das Thema Menschlichkeit und humanitäre Hilfe mit Blick auf Charity-Events und das illustre Personal, das sich dort tummelt: Reich an Aktien, reich an Barmherzigkeit. „Tue Gutes und rede darüber“ ist in diesem Zusammenhang ein gern benutzter Slogan - der von Kettcar natürlich hinterfragt wird. Darf man sich gut und erhaben fühlen und sich selbst dafür feiern, dass man Wohltaten vollbringt? Und was ist davon zu halten, wenn das Ganze zu einem neokapitalistischen Nullsummenspiel verkommt, bei dem die Perlenohrring-Lady aus Blankenese mit großer Geste die Not zu lindern versucht, die ihr Mann mit seinem globalen Finanzdienstleistungsunternehmen mitverursacht hat? Moderner Ablasshandel, anyone? Wobei natürlich die Frage bleibt, ob es die Menschen im Norden Ruandas wirklich kümmert, ob das Geld für ihren neuen Brunnen von Ute Ohoven besorgt wurde oder von einer Menge anonymer Spender ohne Kamerabegleitung. Da ist er wieder, dieser süße Duft, dem Kettcar in diesem Song nicht alleine nachspüren, sondern mit Verstärkung: Im Hintergrund schreit David von Fjørt, die dritte Strophe singt Schorsch Kamerun, und am Ende geben sich beim Refrain Jen von Großstadtgeflüster, Bela B, Jörkk von Love A, Sookee, Felix von Kraftklub, Marie von Neonschwarz, Gisbert zu Knyphausen und Safi die Zeilen in die Hand. Eine Runde, die unterschiedlicher kaum sein könnte und so wohl nur auf einem Kettcar-Song zusammenfinden konnte.„Notiz an mich selbst“ ist dann klassisch Kettcar, und zwar im besten Sinne: Ein Essay über Kunst und Moral, Potenzial und Ideale - und was davon übrig bleibt, wenn man nicht aufpasst. Ist am Ende mehr vorhanden als die Frage, ob man alles aus sich gemacht hat und ob man der geworden ist, der man werden wollte? Oder lauert in solchen Sätzen dann schon wieder die Floskelfalle, das neoliberale Selbstoptimierungsgelaber? Man zuckt die Schultern, hört sich den Song direkt noch einmal an und zieht den Hut vor einer Band, die man längst auch nach literarischen Kriterien bewerten kann. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Zeilen „Egal, jeder fühlt sich schuldig / Waren’s alle, war’s keiner / Und der Wolf im Schafspelz hat den gleichen Schneider“, die in ihrer Bildhaftigkeit, ihrem Assoziationspotenzial und ihrem Kern aus Haltung, Fantasie und Freude an der Sprache einen Ablauf in einem auslösen, den nur große Texte schaffen: Lesen, Hängenbleiben, Nachdenken, erneut Lesen, Einpacken, Immer-mit-sich-herum-Tragen. Nicht das Ausrufezeichen und der Punkt, sondern das Fragezeichen und das offene Ende sind hier das Stilmittel. Hier geht es eben nicht darum, Komplexität zu reduzieren, wie das Journalisten so gerne machen. Die Wirklichkeit wird nicht zugespitzt, sondern aufgeschlitzt – wie ein Sofakissen, dessen Federn und Innereien dann herausquellen und wild durch die Wohnung schweben und nicht mehr eingefangen werden können.Vor eineinhalb Jahren sangen Kettcar in „Die Straßen unseres Viertels“: „Der Bio-Supermarkt ist nichts für Schwächlinge“. Und hierhin kehrt die Band in „Natürlich für alle“ zurück und geht eine Runde einkaufen, während auf den Beats-Kopfhörern Adorno schlaue Sätze deklamiert. Ob es ein richtiges Leben im falschen gibt, ist eine Frage, über die Kettcar seit ihrer Gründung immer wieder nachdenken, und die hier konkret in der Warenwelt verhandelt wird: Gibt es so etwas wie kritischen Konsum? Kann man „korrekt kaufen“ – und wenn ja, bringt das wirklich Veränderungen? Oder beruhige ich damit nur mich selbst und mein schlechtes, kapitalismuskritisches Gewissen? Und warum zur Hölle wirft mein ethisch korrekter Hedgefonds so wenig Rendite ab? Gestützt von einem treibenden Synthie-Fundament, ist der Song wie für die Indie-Pop-Dancefloors gemacht und zeigt deutlich, dass Kettcar immer wieder neue musikalische Ansätze verfolgen – und das auch nach knapp 20 Jahren.Den Abschluss dieser EP bildet „Weit draußen“, und tatsächlich kann danach erst einmal nichts kommen. Reduziert, vorsichtig und sensibel erzählt die Band die Geschichte eines Wiedersehens mit einer alten Freundin, die mit ihrem behinderten Sohn auf Land zieht, um sich den Mitleidsblicken zu entziehen. All die Wut und Scham und Verzweiflung und Verlogenheit einer solchen Situation wird spürbar. Und Zeilen wie „Ich schwör, ich liebe mein Kind / Aber ich hasse mein Leben“ oder „Zeig mir einen Helden / Und ich schreib dir `ne Tragödie“ sind dann endgültig der Stoff, der sechs Sorten Tränen aus einem rausprügelt.EPs sind manchmal Zwischenschritte, manchmal Fingerübungen, manchmal nicht viel mehr als ein Lebenszeichen. Hier liegt der Fall allerdings anders. Denn „Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)“ hat eigentlich alles, was ein komplettes Album braucht: Struktur, Tiefe, inhaltliche Balance und musikalische Abwechslung. Das einzige was man darauf vermisst, sind ein paar weitere Songs. Ingo NeumayerVÖ: 17. Mai 2019

Regulärer Preis: Ab 10,00 €
kettcar - Sylt
kettcar - Sylt

Es gibt Bands, die haben sich abgefunden. Mit sich, dem Leben, mit allem. Über die muss man gar nicht erst reden. Es gibt Bands, die haben sich damit abgefunden, dass man sich damit nicht abfinden kann. Die ihr Dagegensein verkaufen und sich einrichten in ihrer Rebellions-doppelhaushälfte, die Wände in protestrot gestrichen, auf dem Boden das Widerstandslaminat. Und dann gibt es Kettcar. Die sich nicht abfinden wollen, mit nichts, die alles infrage stellen und niemanden schonen. Am wenigsten sich selbst. Das beweist „Sylt“, das dritte Album, das oft überrascht und manchmal schockiert und wenig Antworten bietet und schon gar keine leichten, stattdessen Fragen, Fragen, Fragen. Das zeigt, wie kurz die Strecke sein könnte vom Zweifel zur Verzweiflung und wie schnell man vom Aufreger zum Aufgeber werden kann. Sie hätten es sich leicht machen können. Ein bisschen Introspektion hier, etwas Gefühligkeit da, vorsichtig nach der Seele tasten und das eigene Befinden erkunden. Doch das funktionierte diesmal nicht. Warum? Vielleicht, weil es inflationär geworden ist, weil sich jeder auf sein Herz beruft. Und warum auch nicht? Jeder hat schließlich eins: Mohammed Atta, George W. Bush, Dieter Bohlen, Kevin Kuranyi, Franz Müntefering, Josef Ackermann. Kettcar sind weit gekommen. Statt Ich und Du spricht nun das wütende Wir, das gnadenlos schildert, was schief läuft. „Sylt“ ist eine realistische und daher mitunter düstere Chronik. Den einen wird die Würde genommen („Geringfügig, befristet, raus“, „Würde“), die anderen verzichten freiwillig darauf („Graceland“, „Kein Außen mehr“). Romantik und Gemütlichkeit kriegen hier die Tür vor die Nase. Das ist nur konsequent, denn was hätte auch noch kommen sollen, nach „Balu“, nach „Nacht“, nach „48 Stunden“? Und selbst wenn mal der Mikrokosmos, das kleine Leben, betrachtet wird wie in „Am Tisch“, „Wir müssen das nicht tun“ oder „Verraten“, – die Pointen sind böse, der Rahmen ist bitter, die Haltung ist aufrecht.Auch die musikalischen Karten wurden neu gemischt. „Sylt“ hat so gar nichts heimelig Wohltuendes, das Album schlägt Krach, es schmerzt, es drängt und ist dabei trotzdem mitreißend, tanzbar und leidenschaftlich. Strukturen werden überworfen, Kontrapunkte platziert und immer wieder Zeichen gesetzt – siehe zum Beispiel „Kein Außen mehr“. Wenn das infernalische Gitarrenfeedback den ersten beginnenden Refrain im Rohr krepieren und nicht raus lässt (wohin denn auch, es gibt ja - siehe Songtitel – kein Außen mehr), dann entsteht einer dieser magischen Momente, wo alles passt und die es nur in der Musik gibt. Vom Kartenhaus über das Hamsterrad in die Knochenmühle - dies ist eine Platte, die an viele verlorene Orte reist. Nach „Graceland“, wo Elvis starb und mit jedem neu eröffneten Seitentrakt, mit jeder ausgestellten Sandwichverpackung und jeder durchgescheuchten texanischen Besuchergruppe ein bisschen weiter schrumpft, vom Mythos zum Witz. Und natürlich nach „Sylt“, dem größten Verlierer unter Deutschlands Inseln. Jeden Winter frisst die Nordsee ein üppigeres Stück Strand auf. Man kommt gar nicht hinterher mit dem Erdeauffüllen. Und obwohl klar ist, dass dieses Möchte-gern-Hampton genau wie L.A. ohnehin bald im Meer versinkt, machen sie immer weiter, um zu bewahren, was dem Untergang geweiht ist: Scampi-Spieße, Schampusgläser, Garagen, in denen Porsches stehen. Manche Dinge sind es Wert, gerettet zu werden. Andere nicht. Das wissen Kettcar, und nach all den bitteren Wahrheiten, die nur allzu leicht ans Aufgeben denken lassen, kommt zum Abschluss mit „Wir werden nie enttäuscht werden“ das dicke Ausrufezeichen. Der Song ist ein stürmischer Ausbruch, der den Weg aus der Resignation weist, eine der seltenen Antworten auf dieser großen Fragen-Platte. Hier wird dann doch noch die Brücke in die Vergangenheit geschlagen, in der die Rede war vom „Einsehen zum Schluss, dass man weitermachen muss“. Denn Kettcar mögen sich verändert haben. Aber sie sind immer noch die selbe Band. Und was für eine.Ingo Neumayer

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