Jule ist das neue schwarze Sternchen an St. Paulis morschem Musikfirmament. Irgendwie schon Singer/Songwriterin, but make it punk und da ist einfach dieser unverblümte Rap-Einfluss, der nicht ausbleibt, wenn du 25 bist und das halt die letzten zehn Jahre viel gehört hast. Jule macht Musik, weil "mein Kopf sehr laut ist und mir das hilft, mit allem umzugehen". Die Debüt EP "Im Regio weinen" erscheint am 12. Juli 2024 auf Zeitstrafe und umfasst sechs unkonventionelle, bewegende, (tatsächlich) schonungslos persönliche Songs. Zwischen zweifelhafter Medikation und Heartache, direkt aus dem twenty-something Leben vom Hamburger Berg. Alles wie immer, alles immer anders - Jule hat das Mic ab jetzt. Jule bei Instagram: @ubahnstreik
"es ist nie zu spät für frühstück" ist das erste Album der Hamburger Musikerin jule. Ein Satz, der so beiläufig klingt, dass man fast übersieht, wie viel darin steckt. Zwischen Müdigkeit und Hoffnung, Alltag und Überforderung erzählt jule von dem Moment, in dem man weitermacht, obwohl längst Mittag ist. Von dem Drang, trotzdem aufzustehen, auch wenn nichts so läuft, wie man es geplant hatte. Nach mehreren Singles (zuletzt "An der Bar", August 2025) und der Debüt EP „Im Regio weinen“ (Sommer 2024), deren Songs zwischen Unsicherheit und Wut pendeln, öffnet die Mittzwanzigerin jule jetzt ein neues Kapitel: Zum ersten Mal auch mit Band. Was früher allein mit Gitarre begann, ist gewachsen. Der Sound ist größer geworden, bleibt aber nahbar: Ehrlich, manchmal zärtlich, manchmal laut. Die elf Songs bewegen sich zwischen Melancholie und Aufbruch, zwischen Gitarre und Klavier. Sie handeln von Beziehungen die kippen, von Überforderung und dem Versuch, sich selbst auszuhalten. Von der Frage was bleibt, wenn Sicherheit fehlt. Die Band bringt eine neue Tiefe und Energie in die Songs, ohne den Raum zu nehmen, die jules Texte brauchen. "es ist nie zu spät für frühstück" erscheint am 12. Dezember 2025 als LP und digital bei Zeitstrafe und markiert für jule mehr als nur ein Langspiel-Debüt: Es ist eine Bestandsaufnahme zwischen Erschöpfung und Anfang. Kein Optimismus-Album, eher eins für die Möglichkeit, um überhaupt wieder aufzustehen.