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Abay – Love & Distortion
Abay – Love & Distortion

Das Indierock-Biest ist gewachsen. Von außen. Und von innen. Aus ABAY ist ein Quartett geworden. Seit 2012 tauchen Aydo Abay (Gesang) und Jonas Pfetzing (Gitarre) in verschiedenen Konstellationen unter dem Namen Abay auf. Nun machen Johannes Juschzak an den Drums und Denniz Enyan am Bass aus dem Duo eine Viermannband. Irgendwie logisch, dass damit auch die Musik wächst. Der Beweis? Das kommende Album »Love And Distortion«! 10 ausgetüftelte Kompositionen, die an den richtigen Stellen krachend ausbrechen und an anderen die Luft anhalten. Um dann wieder auszubrechen. Wuchtige Parts voller verzerrter Dissonanzen treffen auf zuckersüße Harmonien, kantige Indie-Parts und softe Pophappen. Love löst Distortion ab. Es ist ein bisschen wie im echten Leben. Schuld an all dem ist unter anderem ein Kiosk in Berlin. Hier traf Aydo Abay, ehemaliger Kopf von Blackmail, eines Nachts auf Jonas Pfetzing. Der Gitarrist und Songschreiber von Juli ist seit seiner Jugend großer Fan von Blackmail. Aus diesem nächtlichen Treffen entwickelten sich 2012 ABAY. 2015 veröffentlichte das Duo die EP »Blank Sheets«, ein Jahr später das Debüt »Everything’s Amazing And Nobody Is Happy«. Für Aufnahmen und Live-Auftritte holten ABAY Gastmusiker an Bord. Zwei davon sind einfach geblieben. Der Spaß an Gastmusikern aber hat sich bewährt. Auf »Love And Distortion« sind gleich drei vertreten: Chris Stiller, der als Teil der DNSRS die Platte nicht nur mitproduziert, sondern auch alle Tasteninstrumente eingespielt hat. Christoph Clösers, der Saxofonist von Bohren & der Club Of Gore, der dem Song »Lemonade« mit seinem infernalischen Solo eine ganz eigene Note verpasst hat – eine Ehre für Abay, die allesamt große Fans der »langsamsten Band der Welt« sind. Außerdem hat Eva Briegel Backing-Vocals zur Platte beigesteuert. Sie ist eine langjährige Freundin der Band und sang schon auf dem letzten Album beim Song »1997« im Background. Produziert wurde »Love And Distortion« innerhalb von drei Sessions, die von Februar 2017 bis Februar 2018 im Mothership Recorder in Berlin stattfanden. Dann reisten die Songs durch halb Deutschland ins Ruhrgebiet zur Produzentenlegende Olaf O.P.A.L. und bekamen hier ihren letzten Schliff. Das Album ist leider nicht nur von Liebe und Zerstörung geprägt, sondern auch von zwei Todesfällen: Den Song »Rhapsody In Red« hat die Band für den 60. Geburtstag des Goethe Instituts Ankara aufgenommen. Der Leiter des Instituts Raimund Wördemann hatte das Stück in Auftrag gegeben, war aber kurz vor der Fertigstellung verstorben, bekam es also leider nie zu hören. ABAY flogen dennoch nach Ankara und spielten den Song ihm zu Ehren dort das erste Mal live. Einen weiteren Song widmete die Band dem Produzenten Guido Lucas, der im September 2017 plötzlich verstorben ist. Guido hat nicht nur die Karriere von Sänger Aydo Abay maßgeblich gefördert, sondern auch sein Verständnis für und von Musik beeinflusst. Die Ballade »Love« ist für Guido.

Regulärer Preis: Ab 12,00 €
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ABAY – Everything´s amazing and nobody is happy
ABAY – Everything´s amazing and nobody is happy

Die Geschichtsstunde zur Einleitung halten wir an dieser Stelle so kurz wie möglich, ist die bisherige Karriere von Aydo Abay doch zu genüge dokumentiert und für jedermann ohne große Mühe allerorts nachzulesen. 14 Jahre sang er bei Blackmail, einer der einflußreichsten Gitarrenbands, die in den vergangenen zwanzig Jahren überhaupt aus Deutschland kamen, stieg überraschend aus, betrieb seit 2009 Projekte wie KEN, Crash:Conspiracy und zahlreichen weitere, war nie ganz weg, aber auch nie mehr so da wie zu Blackmail-Zeiten. Bis jetzt. Am 12. August 2016 erscheint das erste Album seines offiziellen neuen Projekts ABAY. Es trägt den zeitgeistigen Titel EVERYTHING’S AMAZING AND NOBODY IS HAPPY, und obwohl sein Nachname in großen Lettern auf dem Cover prangt, ist ABAY kein Solo-Ding, sondern ein Duo mit Band. Der zweite Teil des Duos ist Jonas Pfetzing – Gitarrist und Songschreiber von JULI, der Band die für ein paar der kommerziell erfolgreichsten deutschen Pop-Songs der vergangenen Dekade verantwortlich ist. Die Zusammenkunft der beiden Musiker war keine von „pfiffigen Produzenten“ arrangierte Business-Idee, sondern viel mehr ein wunderbarer Zufall. Vor mehr als vier Jahren begegnen sich Pfetzing und Abay nachts an einem Kiosk in Berlin (oder Späti, wie es wohl im lokalen Slang heißen müsste), und Pfetzing gesteht, schon seit seiner Jugend großer Fan von Aydos Ex-Band zu sein und sie mehrfach live gesehen zu haben. Darauf müsse nun ein Schnaps getrunken werden fordert Pfetzing, Abay verzichtet jedoch aufgrund temporärer Abstinenz. Zumindest aber möchte er Abay neue Musik schicken, die er geschrieben habe. Ob er dazu singen wollen würde? Und so nahmen die Dinge ihren Lauf. In den vier Jahren seit dem nächtlichen Treffen schreiben die beiden gemeinsam über 80 Songs, nehmen sie in sechs verschiedenen Studios mit zahlreichen Produzenten und Hilfe von 25 Musikern auf. Es erscheinen Singles und die EP „Blank Sheets“, auch spielen sie erste öffentliche Auftritte, touren mit Interpol oder Madsen. Letztendlich entsteht mit Ole Fries (Bass), Chris Stiller (Keys) und Johannes Juschzack (Drums) sowie Produzent Thies Neu (Tonbrauerei) ein funktionierendes Umfeld, um das erste ABAY Album endlich Realität werden zu lassen. EVERYTHING’S AMAZING AND NOBODY IS HAPPY ist ein Indie-Rock Monster mit jeder Menge Pop-Appeal geworden. Elektronische Ausflüge, wie Abay sie mit seinen Nebenprojekten gern machte, hört man darauf kaum. Allein schon wegen dem charakteristischen Timbre in seiner Stimme liegt ein musikalischer Vergleich zu Blackmail natürlich nahe, und auch der über acht-minütige Titeltrack würde mit seinen stoischen Riffs und Ausbrüchen fabelhaft auf Platten seiner ehemaligen Band passen – doch das stört ihn keinesfalls: „Jonas war mit 16 Fan meiner alten Band, von unseren Melodien und auch Kurts Sound. Ich bin ich. Kombiniert erinnert das natürlich hier und da an Blackmail. Vor allem, wenn es laut wird. Ich mag die Referenz, denn ich bin immer noch stolz darauf, was wir damals erreicht haben. Wir waren immer anders, laut und nervig. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Alles richtig gemacht.“ Auf dem ganzen Album hört man neben der klassischen Rock-Besetzung Gesang-Gitarre-Bass-Schlagzeug auch viele Keyboard- und Klavier-Anteile, die immer wieder eine wichtige Rolle in den Stücken von ABAY übernehmen. Die vorab veröffentlichte Single „The Queen Is Dead“ umreißt den Sound vorzüglich: während ein energisch gespieltes Klavier zusammen mit Abays Gesang den Song nach vorne trägt, schlagende bratende E-Gitarren und Trommelwirbel immer wieder Kerben in die vermeintliche Ballade, die durch den verzerrten Gast-Gesang von SAFI an Dramatik gewinnt.

Verkaufspreis: 9,60 € Regulärer Preis: 12,00 € (20% gespart)