Produktinformationen "...But Alive - Bis jetzt ging alles gut - LP Reissue "
But Alive ist eine der wenigen Punkbands, denen es in den 90ern gelang, nicht ins Apolitische abzurutschen.
Keine Politphrasen, keine MTV-Clownerien, die Systemkritik von ...But Alive blieb knallhart und präzise.
Musikalisch setzen die Hamburger auf ihrem dritten Album "Bis jetzt ging alles gut..." (1997) vorwiegend auf griffigen Melodiepunk,
zu dem sie dann Textzeilen bringen wie "Schreinemakers ist eine Quotenhure"(aus der Single "Ich möchte Ilona Christen die Brille von der
Nase schlagen").
...But Alive hassen den Zustand allwissender Coolness, der jegliche Gedanken an Revolte als abgesessene Peinlichkeit begreift.
Und dies tun sie nicht mit dem Zeige-, sondern mit dem Mittelfinger.
Produziert wurde das Album von Christian Mevs.
Vorbestellung. Das Album erscheint am 21.03.2025 und wird zum VÖ-Datum verschickt. Vorher benötigte Artikel bitte gesondert bestellen! 180 Gramm Vinyl.Der Soundtrack nicht nur einer Jugend. Die beiden ersten beiden ...but alive – Platten erscheinen am 21.03.2025 wieder.
Das Warten hat ein Ende. 26 (in Worten: sechsundzwanzig) Jahre waren die ersten beiden ...but alive – Platten nicht mehr erhältlich. Am 21.03.2025 erscheinen beide endlich als Reissues auf Marcus Wiebuschs Label B.A. Records.
Nach dem Erscheinen des ...but alive Debütalbums „Für uns nicht“ im Jahre 1993 war für viele politisch interessierte Musikhörer*innen die Welt nicht mehr dieselbe. Selten zuvor (wenn überhaupt) gelang es einer Band die politische Situation des Landes lyrisch so zu sezieren und zu kommentieren. Keine stumpfen Slogans, sondern trotz aller formulierter Kritik auch immer Soundtrack für den Kampf ums bessere Leben. Im Dagegensein vereint.
Schnell erspielten sich die Hamburger um Sänger und Gitarrist Marcus (heute: kettcar) eine riesige Fangemeinde, die alle auf das 2. Album „Nicht zynisch werden?!“ warteten und nicht enttäuscht wurden. Weiter ging es mit messerscharfen, politischen Analysen und Gesellschaftsstudien, aber auch erste Storytelling-Songs fanden ihren Weg auf die Platte, mit der die Band ihren Ruf als beste deutschsprachige Punkband (okay, neben Slime vielleicht) manifestierte.
Bei beiden Platten handelt es sich definitiv um Klassiker deutschsprachigen (Punk-) Rocks und wir freuen uns sehr, endlich unserem Kulturauftrag nachkommen zu dürfen und die beiden Meisterwerke am 21.03.2025 wieder erhältlich machen zu können.
Vorbestellung. Das Album erscheint am 21.03.2025 und wird zum VÖ-Datum verschickt. Vorher benötigte Artikel bitte gesondert bestellen! 180 Gramm Vinyl.Der Soundtrack nicht nur einer Jugend. Die beiden ersten beiden ...but alive – Platten erscheinen am 21.03.2025 wieder.
Das Warten hat ein Ende. 26 (in Worten: sechsundzwanzig) Jahre waren die ersten beiden ...but alive – Platten nicht mehr erhältlich. Am 21.03.2025 erscheinen beide endlich als Reissues auf Marcus Wiebuschs Label B.A. Records.
Nach dem Erscheinen des ...but alive Debütalbums „Für uns nicht“ im Jahre 1993 war für viele politisch interessierte Musikhörer*innen die Welt nicht mehr dieselbe. Selten zuvor (wenn überhaupt) gelang es einer Band die politische Situation des Landes lyrisch so zu sezieren und zu kommentieren. Keine stumpfen Slogans, sondern trotz aller formulierter Kritik auch immer Soundtrack für den Kampf ums bessere Leben. Im Dagegensein vereint.
Schnell erspielten sich die Hamburger um Sänger und Gitarrist Marcus (heute: kettcar) eine riesige Fangemeinde, die alle auf das 2. Album „Nicht zynisch werden?!“ warteten und nicht enttäuscht wurden. Weiter ging es mit messerscharfen, politischen Analysen und Gesellschaftsstudien, aber auch erste Storytelling-Songs fanden ihren Weg auf die Platte, mit der die Band ihren Ruf als beste deutschsprachige Punkband (okay, neben Slime vielleicht) manifestierte.
Bei beiden Platten handelt es sich definitiv um Klassiker deutschsprachigen (Punk-) Rocks und wir freuen uns sehr, endlich unserem Kulturauftrag nachkommen zu dürfen und die beiden Meisterwerke am 21.03.2025 wieder erhältlich machen zu können.
Produziert, aufgenommen und abgemischt in den MOB-Studios/Hamburg im
Frühjahr 1999 von Swen Meyer und But Alive
Besetzung
Drums - Frank Tirado-Rosales
Bass - Torben Meissner
Gitarre - Hagen Van de Viven
Gitarre und Gesang - Marcus Wiebusch
Aus Westzeit Mai/1999:
Hamburg aufgepasst: Dieses musikalische Amalgam aus Sterne, Tocotronic,
EA 80, Boxhamsters, Extrabreit, Fehlfarben und Fischmob wird euch im
Halse stecken bleiben. Mit "Hallo Endorphin" setzen sich diese
Hanseaten, die schon seit 1992 mit intelligentem Punk bestechen, ein
Denkmal. Schon auf den drei Vorgängeralben überzeugten sie mit gesundem,
realitätsnahem Idealismus, ohne Phrasen und abseits aller politischen
und gesellschaftlichen Extreme ("Hey , wir sind FDP-Punks , jetzt ist es
raus"- Marcus ), was sie hier in jeder Zeile und mit jedem Song
unterstreichen. Passagen wie "Meinst Du's wirklich ehrlich, oder tust Du
nur als ob ? Ich tu nur so als ob, aber das mein ich ehrlich" oder
"Klar, kannst Du Dich mal melden, halt nur nicht bei mir". Oder "Lass es
alles , aber nicht beliebig werden" werden sowohl mit Pop, Punk und Rock
als auch Elektronik-, Ska und HipHop- Einlagen gekreuzigt- fein
abgeschmeckte Songs voller Energie, Variation und Emotion- halt pures
Endorphin.
Aus Broken Silence 6/99:
Deutsche Bands, mal abgesehen von den heimatlichen Hiphop-Acts, deren
Texte mal ausnahmsweise nicht in mehr-oder weniger platter, englischer
Sprache sind, haben es oft nicht leicht. Die einen werden sie von der
Musikpresse für total albern, gleich Teenie- kompatibel gleich Schrott
abgestempelt. Andere macht man lächerlich, weil sich die Reime anhören
wie aus dem Tagebuch eines frustrierten Soziologie-Studenten, der sich
zum Ziel gesetzt hat, den gesamten Weltschmerz neu zu definieren. Oder
der Verfasser versteckt die Aussage in einem Haufen von Metaphern, den
nur er selbst noch kapiert. But Alive passen allerdings in keine dieser
Kategorien. Denn diese Art von Texten habe ich bei einer deutschen Band
noch nie gesehen. So klauen die vier Hamburger Textzeilen bei den
Stereophonics, allerdings mit der Anmerkung "wir dürfen das". Und den
Spruch "Über Musik zu schreiben ist wie zu Architektur zu tanzen" habe
ich auch schonmal irgendwo gehört. Ansonsten haben die Texte genug
eigenes und dazu die Fähigkeit, genau die fiesen und negativen Gedanken
auszusprechen, die man ab und zu hat. Zynisch verarbeiten But Alive ihre
Abneigung gegen oberflächlichen Party-Smalltalk, Musikjournalisten und
Spießbürgerleben. Musikalisch distanzieren sich But Alive von ihrem
früheren Punkrock-Geschrammel. Die Songs werden poppiger und melodiöser,
hier und da sind auch elektronische Beats, Streicher und Bläser
eingestreut. Erstaunlich ist die Wechselwirkung zwischen Texten und
Musik: Wären die Stücke eher getragen, der Track "Oben auf dem Dach" ist
hier eine Ausnahme, hätte das Album eine eher deprimierende Wirkung.
Aber die hat es nicht, denn die Band hat es geschafft, die Grenze
zwischen Melancholie und erdrückender Sentimentalität zu ziehen. Und
melancholisch wirkt "Hallo Endorphin" meistens schon, wenn auch eher
subtil. Vielleicht kann man das als Abrechnung mit der Spaßgeneration
verstehen, die nicht unbedingt das Wunschpublikum von But Alive
ausmachen. Aber die könnten wohl sowieso nichts mit dem Album anfangen.
Wer also auf anspruchsvolle Texte Wert legt, wird mit "Hallo Endorphin"
gut bedient sein.
Regulärer Preis:
21,00 €
Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können. Mehr Informationen ...